Die Sexuelle Urkraft – Sexuelle Impulse im Schamanismus

Der traditionelle Schamanismus betrachtet die Sexualenergie als eine der heiligsten Ur-Schöpfungskräfte in diesem Universum. Die Sexualität hat große Bedeutung, denn in ihr liegt die Magie, Fruchtbarkeit und Leben auf die Erde zu träumen - ohne sie wäre menschliches Leben auf Erden nicht möglich. Hier ein kleiner Einblick in die traditionellen schamanischen Lehren über das Wesen der sexuellen Verbindung zwischen Mann und Frau.

In der sexuellen Vereinigung
… verbinden sich Mann und Frau, wie auch Mann und Mann und Frau und Frau auf intensivste Art und Weise: Wenn sich zwei Menschen auf gegenseitige Nähe und Kontakt einlassen, dann entstehen in allen Chakren sogenannte Energielichtfasern, die sich zum Gegenüber wie eine Brücke erstrecken, sich verbinden und in beiden Körpern tief verankern. Vor allem bei Liebenden sind dicke, leuchtend pulsierende Lichtbündel wahrzunehmen. Bei einer sexuellen Beziehung verbinden sich diese Lichtbündel besonders stark im Wurzel- und Bauch-Chakra.

Wenn dazu noch die Körperflüssigkeiten in Berührung kommen, werden Millionen von Mikroorganismen ausgetauscht, die ihrerseits noch lange mit dem ursprünglichen Träger in energetischem Austausch bleiben. Schamanen sind davon überzeugt, dass Mann und Frau nach einer einzigen Begegnung bis zu sieben Jahre lang derart miteinander verbunden sind! Das hat auch einen biologischen Grund: Sollte ein Kind entstehen, so bleibt das Paar eher zusammen, um sich um das Kind zu kümmern. Doch selbst, wenn es sich nur um eine kurze Affäre handelt, bleibt diese energetische Verbindung für lange Zeit aufrecht.

Über diese starke Verbindung
… fließen nun ununterbrochen all die Emotionen und Gedanken als Energieströme zwischen zwei Menschen hin und her. Der eigene Energiekörper muss also nach jeder sexuellen Begegnung mit vielen anderen einströmenden Energien zurecht kommen. Für die Frau ist dies meist problematischer als für den Mann, weil sie diejenige ist, die sich öffnet und den Mann in ihrem magischen Raum, dem Schoß, empfängt. Im Gegensatz dazu dringt der Mann ja nur kurz ein und zieht sich dann wieder zurück. Verbinden sich Mann und Frau in tiefer Herzensliebe miteinander, dann können sie ihre Energien über gemeinsame sexuelle Erfahrungen bewusst teilen und weiterentwickeln. Dann wird die Sexualität zu einem Akt des Heilens. Wenn die Beziehung von aufrichtiger Liebe getragen wird, dann kann frau/man auch mit den Fremdenergien des Sexualpartners gut umgehen. Deshalb legt der traditionelle Schamanismus großen Wert auf die gute Wahl und Loyalität zu einem Partner. Das heißt, Sexualität sollte nur dann gelebt werden, wenn sich beide Partner zu dem Zeitpunkt füreinander öffnen und hingeben können.

Ernsthafte Energiekonflikte
…entstehen aber, wenn eine missbräuchliche Form von Sexualität gelebt wird. Darunter versteht man zum Beispiel sexuelle Begegnungen aus reiner Trieblust, zum Druckabbau, um den Partner zufrieden zu stellen oder nur, um sich geliebt zu fühlen, aber auch sexuelle Prostitution - egal ob auf dem Straßenstrich oder im spirituellen Angebot einer Genitalmassage. Auch Letzteres ist nämlich ein missbräuchlicher Umgang mit dem Schöpfungskraftfeld, weil das Fundament der tiefen Liebesenergie zwischen zwei Personen fehlt, welche die Energien des Sexualaktes konstruktiv lenken. Energiekonflikte, die durch solch missbräuchlichen Umgang mit der Sexualkraft entstehen, können sich in verschiedenen Formen ausdrücken. Es können soziale (Beziehungs-)Probleme, emotionale Unstimmigkeiten bis hin zu körperlichen Erkrankungen auftauchen. Alle geschlechtspezifischen, aber auch viele chronische Erkrankungen resultieren sehr oft aus einem missbräuchlichen Umgang mit der sexuellen Energie. Der Körper beginnt sich dann z.B. über Pilzerkrankungen, Entzündungen, Ausfluss zu schützen - damit verschafft er sich Raum, die Fremdenergien neutralisieren zu können. Werden diese Botschaften nicht gehört, ist in weiterer Folge mit Zysten, Myomen bis hin zu Krebserkrankungen zu rechnen.

Auch Untreue
… kann hier problematisch werden. Kommt eine dritte Person in eine bestehende Mann-Frau Verbindung hinein, wird nämlich nicht nur der/die betreffende Person, sondern auch der eigene Partner mit dem Energiefeld der neuen Person verbunden. Im schamanischen Verständnis ist dies eine sehr unglückliche Konstellation, weil auch die dritte Person wiederum alle Fremdenergien mitbringt, mit denen sie in letzter Zeit sexuelle Kontakte hatte. So werden die Energiekörper aller Beteiligten immer verworrener, verbraucht, geschwächt. Ähnliches geschieht, wenn jemand in einem Zeitraum von sieben Jahren mehrere Geschlechtspartner hatte…

Heilung kann geschehen
… wenn man/frau das Bedürfnis verspürt und sich bewusst darauf einlässt, die eigenen und verinnerlichten sexuellen Energien zu reinigen. Bestimmte Übungen, Rituale und Zeremonien helfen die sexuellen Energien und Einflüsse in uns zu erforschen und zu reinigen. Dann beginnen die Körperzellen zu leuchten und pulsieren. Sie sind eins mit dem Atem des großen Geistes. Heilung geschieht.